Arbeitsvertrag minijob jahresarbeitszeit

Wenn Sie Ihr eigenes Unternehmen begonnen haben und weniger als vier Jahre laufen, können Sie befristete Verträge für bis zu vier Jahre nutzen. Was eine empirische Operationalisierung der Arbeitsmarktdualität betrifft, so kann der Charakter von nicht standardisierter oder atypischer Arbeit entlang verschiedener Dimensionen der Abweichung von einem “Standard”- oder “typischen” Arbeitsplatz beschrieben werden. Dies hat Auswirkungen auf die Qualität eines Arbeitsplatzes in Bezug auf die wahrgenommene oder tatsächliche Beschäftigungsstabilität und die Vergütung auf der einen Seite und die Wahrscheinlichkeit des Übergangs zu einem “typischeren” Arbeitsplatz auf der anderen Seite. Die Entfernung von einem Standardarbeitsplatz, gemessen an den Unterschieden in Bezug auf Beschäftigungsstabilität und Entlohnung, ist daher als eine Dimension atypischer Arbeit zu sehen, während die Chance auf einen Wechsel zu einem Standardjob ein deutlicher zweiter wichtiger Aspekt ist. Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist für unbestimmte Zeit. Es wird in der Regel eine sechsmonatige Probezeit enthalten, nach der Ihr Vertrag nur gekündigt werden kann, wenn Sie zurücktreten oder der Arbeitgeber rechtliche Gründe findet, Sie zu entlassen (dafür gelten strenge Richtlinien). Was die Lohnstreuung betrifft, so hat die Schwäche der Tarifverhandlungen im privaten Dienstleistungssektor, insbesondere in mittleren und gering qualifizierten Berufen, die Aufmerksamkeit auf die Frage der Festlegung verbindlicher Mindestlöhne seit Mitte der 2000er Jahre geweckt. Dies war viele Jahre lang praktisch kein Thema, da Gewerkschaften (und Arbeitgeber) Lohnverhandlungen immer als ihre wirkliche Verantwortung ansahen, aber angesichts steigender Löhne und begrenzter Kapazitäten zur Festlegung von Tarifverträgen begannen die Gewerkschaften, auf einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn zu drängen, ein politisches Projekt, das auch bei der Mehrheit der deutschen Wähler beliebt ist. In den letzten Jahren und in unterschiedlichen Regierungskonstellationen wurden jedoch tarifliche Mindestlöhne in immer mehr Branchen durch bestehende Rechtsvorschriften über die Entsendung von Arbeitnehmern oder, im Falle von Leiharbeitnehmern, über die Regulierung von Zeitarbeitsfirmen allgemein verbindlich gemacht.

Der ab Januar 2015 geltende neue gesetzliche Mindestlohn von 8,50 EUR pro Stunde mit einer Übergangsfrist von zwei Jahren für bestehende und verbindliche tarifgebundene Mindestlöhne hat erstmals in Deutschland eine verbindliche Mindestlohnuntergrenze für nahezu alle Arbeitnehmergruppen (außer für Jugendliche und Auszubildende) und alle Branchen festgelegt. Neben den erwarteten Eingriffen in die Leiharbeit ist der relativ hohe gesetzliche Mindestlohn die wichtigste Reform, die mit dem vor etwa zehn Jahren verfolgten Deregulierungsansatz bricht. Der Reregulierungsansatz soll zwar die Streuung der Löhne und Arbeitsbedingungen begrenzen, kann aber auch neue Formen der Umgehung auslösen, wie etwa den Rückgriff auf undokumentierte Überstunden oder eine mehr Scheinselbstständigkeit. Bei längerer Zeitperspektive, wie Abb. 7 zeigt, treten Ströme von befristeten Arbeitsverträgen zu unbefristeten Arbeitsverhältnissen in etwa einem Drittel aller Fälle auf Jahresbasis mit einigen bemerkenswerten zyklischen Schwankungen auf. In den letzten Jahren hat sich der Verbleib in einem befristeten Beschäftigungsstatus jedoch etwas häufiger entwickelt.

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